3. Mai 2020

Rundgang – Station 08 und 09

Die Räume über das Lederhandwerk in Obertshausen und Hausen

Wenn man den Hengster-Raum verlassen hat, gelangt man über die alte Treppe in den ersten Stock zu zwei Räumen, in denen eine „Portefeuiller-Werkstatt“ und ein Ausstellungsraum über das Lederhandwerk untergebracht sind.

Am besten sieht man sich die Heimarbeiter-Werkstatt zuerst an. Von diesen Werkstätten gab es bis in die 1970 Jahre noch viele in Obertshausen und Hausen. Die Grundlagen des Wohlstands in unserer Stadt wurden so erarbeitet.

Die in diesem Gewerbe arbeitenden Feintäschner wurden „Portefeuiller“ oder auch „Babscher“ genannt. Eigentlich könnte man sie aber auch als Künstler bezeichnen, wie die Arbeitsmuster und Erzeugnisse im zweiten Raum zu Recht beweisen.

In der Mitte des Austellungsraums befndet sich eine große Vitrine, in der einige Lederwaren aus Hausener und Obertshausener Produktion ausgestellt sind.

Pythonschlange

  • Vitrine, in der einige Lederwaren aus Hausener und Obertshausener Produktion ausgestellt sind

Für einige der wertvollen Erzeugnisse wurde Schlangenleder benutzt, z. B. für Damenhandtaschen oder für Kleinlederwaren, wie Portemonnaies.

Auch Krokodilleder wurde häufig für die Lederwarenproduktion benutzt. Die Tiere wurden aber nicht in freier Wildbahn erlegt, sondern in speziellen Zuchtfarmen für die Lederproduktion aufgezogen.


Rundgang